Förderkreis Ahrenshoop mit langer Tradition

Im Januar 1990 wurde vom damaligen Bürgermeister der „Runde Tisch“ einberufen, um alle gemeindlichen Entscheidungen mit möglichst vielen Einwohnern abzustimmen. Einige engagierte Ahrenshooper Bürger gründeten am 6. März 1990 den Förderkreis Ahrenshoop e.V., um eine Teilnahme am „Runden Tisch“ und somit Einfluss auf die Entwicklung Ahrenshoops zu haben.

Ziel des Förderkreises waren: Den Charakter des Ortes zu erhalten, die Künstlerkolonietradition bekannt zu machen und Kunst zu fördern. Zu den ersten demokratischen Kommunalwahlen am 1990 trat der Förderkreis mit einer eigenen Liste an und gewann ein Mandat. Andreas Wegscheider wurde Vorsitzender des Bauausschusses. Er setzte sich dafür ein, dass von drei Archikekturstudenten der Universität Hannover ein Dorfentwicklungsplanung und weitere Konzepte z.B. für den Hafen mit Ahrenshooper Bürgern erarbeitet wurden.

Zur nächsten Kommunalwahl am 12.6.1994 erhielt die Liste des Förderkreises wieder ein Mandat mit Gertrud Wegscheider. In enger Zusammenarbeit mit den Förderkreismitgliedern konnte auch in dieser Legislaturperiode viel Einfluss auf die Entwicklung Ahrenshoops genommen werden. So veröffentlichte der Förderkreis einen offenen Brief zum Thema „Wohin geht Ahrenshoop, wohin will Ahrenshoop?“ auch bekannt als „Bettenbrief“, worin angemahnt wurde, die Gästebettenanzahl nicht ausufern zu lassen. In diese Zeit fällt auch die Gründung von EuroArt 1994, bei der der Förderkreis Gründungsmitglied ist. Die erste gemeinsame Ausstellung von EuroArt fand 1995 im Kunstkaten Ahrenshoop statt.

Im Jahre 1999 trat der Förderkreis wieder mit eigener Liste zur Kommunalwahl am 13. Juni an und erreichte ein Sitz in der Gemeindevertretung mit Roland Fischer. In dieser Zeit hat der Förderkreis Vorschläge erarbeitet, die Wege im Gebiet „Am Hohen Ufer“ mit Künstlernamen zu versehen. Diese wurden dann von der Gemeindevertretung bestätigt. Die Kurhausneubau-Entwürfe erregten 2001 die Einwohner und Gäste. Der Förderkreis regte dazu an, kritische Briefe zu den Entwürfen zu verfassen. Er sammelte diese Briefe und veröffentlichte wesentliche Auszüge aus den Stellungnahmen in einer Broschüre. 

Zur Kommunalwahl am 13. Juni 2004 erlangte der Förderkreis wieder ein Mandat mit Friedemann Löber, der nach einem Jahr sein Mandat zurückgab. Für ihn rückte Andreas Wegscheider nach. In dieser Zeit wurden besonders viel B- Pläne aufgestellt und bearbeitet, so z. B. „Am Strom“, „Am Grenzweg“, „Boddenweg“, „Ortsmitte“, „Am Kiel“, „Hotel Kurhaus“ oder „Romantik Hotel Namenlos“.

Am 7. Juni 2009 trat der Förderkreis wieder mit einer eigenen Liste an und erzielte diesmal zwei Mandate mit Andreas Wegscheider und Ludwig Kellner. Das Projekt Kunstmuseum Ahrenshoop nimmt Gestalt an und die Info-Box wird errichtet. 2013 eröffnet das neue Kunstmuseum Ahrenshoop. Der Förderkreis erhebt Einwände gegen die vom neuen Kurdirektor geplante Promenade auf der Düne.

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 erhielt die Liste des Förderkreises wieder zwei Mandate mit Andreas Wegscheider und Astrid Beier. Neben der Arbeit in der Gemeindevertretung die u.a. die Überarbeitung des Flächennutzungsplans umfasste, wurde die Übergabe der eigenen Sammlung an das Museum vorbereitet. Nach vielen Diskussionen kristallisierte sich die Auflösung des Förderkreises Ahrenshoop e.V. als die geeignetste heraus, denn der Förderkreis hatte im wesentlichen seine gestellten Ziele erreicht. Nach Satzung fällt bei Auflösung des Vereins das Vermögen der Gemeinde zu. Am 2. Januar 2016 wurde von den Mitgliedern die Auflösung des Förderkreis Ahrenshoop e.V. beschlossen. Die Bildersammlung und das finanzielle Vermögen sind daraufhin an die Gemeinde übergeben worden.

Als Aufgabe des alten Förderkreises e.V. blieb in erster Linie den Charakter des Ortes zu bewahren aktuell. Daher wurde die Wählergemeinschaft Förderkreis Ahrenshoop am 8. Februar 2019 von ehemaligen Mitglieder des Vereins gegründet, um sich weiter engagiert für das Ostseebad Ahrenshoop einsetzen zu können.